Wie hoch ist die Teilschuld eines "Nichtschuldigen" mit Sommerreifen auf Schnee?

3 Antworten

Mal angenommen, Du stehst vor einer roten Ampel, es fährt ein nachfolgendes Kfz ins Heck Deines Autos, dann trifft Dich keine Schuld. Der Fall liegt anders, wenn Du in einer Steigung vor einer auf Grün geschalteten Ampel, mit durchdrehenden Sommerreifen nicht weiter kommst. Dann handelt es sich nicht um einen technischen Mangel Deines Fahrzeugs, sondern um ein Auto das wintermäßig nicht ausgerüstet wurde und dann als Unfallverursacher gilt. PS: Es sollte heute jedem Autofahrer bekannt sein, dass Winterreifen nötig sind. Eine erneute Diskussion ob Winterreifen im Winter nötig sind ist hinreichend geklärt. Auch wenn unsere Politiker bei der Gesetzgebung keiner klaren Aussage fähig sind. Ich denke da fahren auch einige wegen bornierter Dummheit mit der falschen Bereifung. Es kam schon mal vor, dass es einen Wintereinbruch im Sommer gab. Dann fahren die meisten mit der falschen Bereifung, müssen ihr Auto stehen lassen oder wenn möglich unter Berücksichtigung und Ausschluss aller Risiken für andere ganz langsam rollen lassen. (§ 1 StVO) Gruß Manfred

Gegenbeispiel, Ist ein Kraftfahrer unter Alkoholeinfluss schuldlos in einen Unfall verwickelt,bekommt er keine Mitschuld,wenn der Unfall hätte auch nicht verhindert werden können,wenn er nüchtern gewesen wäre.Er ist nur dran wegen Alkohol im Sraßtraßenverkehr.Dein Beispiel verhält sich genau so.Wäre der Unfall nicht passiert,wenn der Vordermann Winterreifen draufgehabt hätte?Er würde wohl ein Verwarngeld wegen der Sommerreifen am Hals haben

In der geschilderten Situation bekämst Du vermutlich ein Bussgeld verpasst, aber sicher keine Teilschuld, da die Bereifung bei stehendem Fahrzeug ja keinerlei Auswirkungen auf den Crash hatte.

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