Wie hoch ist die Teilschuld eines "Nichtschuldigen" mit Sommerreifen auf Schnee?

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6 Antworten

Mal angenommen, Du stehst vor einer roten Ampel, es fährt ein nachfolgendes Kfz ins Heck Deines Autos, dann trifft Dich keine Schuld. Der Fall liegt anders, wenn Du in einer Steigung vor einer auf Grün geschalteten Ampel, mit durchdrehenden Sommerreifen nicht weiter kommst. Dann handelt es sich nicht um einen technischen Mangel Deines Fahrzeugs, sondern um ein Auto das wintermäßig nicht ausgerüstet wurde und dann als Unfallverursacher gilt. PS: Es sollte heute jedem Autofahrer bekannt sein, dass Winterreifen nötig sind. Eine erneute Diskussion ob Winterreifen im Winter nötig sind ist hinreichend geklärt. Auch wenn unsere Politiker bei der Gesetzgebung keiner klaren Aussage fähig sind. Ich denke da fahren auch einige wegen bornierter Dummheit mit der falschen Bereifung. Es kam schon mal vor, dass es einen Wintereinbruch im Sommer gab. Dann fahren die meisten mit der falschen Bereifung, müssen ihr Auto stehen lassen oder wenn möglich unter Berücksichtigung und Ausschluss aller Risiken für andere ganz langsam rollen lassen. (§ 1 StVO) Gruß Manfred

In der geschilderten Situation bekämst Du vermutlich ein Bussgeld verpasst, aber sicher keine Teilschuld, da die Bereifung bei stehendem Fahrzeug ja keinerlei Auswirkungen auf den Crash hatte.

Kommt auf die Situation an, wäre die Ampel während der Annäherung auf grün umgesprungen und du bist wg. SR nicht vom Fleck gekommen, hättest aber dadurch den Anprall zumindest deutlich verringern können, wäre ggf. tatsächlich eine Teilschuld denkbar. Wie hoch die ist, hängt im Streitfall u.a. vom Richter und der Gesetzesauslegung ab.

Und wenn Schnee und Eis lagen, bekämest du wahrscheinlich sogar ein Extraknöllchen, weil du mit nicht geeigneter Bereifung unterwegs bist, schließlich stehst du ja an einer Ampel und hast damit bereits am Strassenverkehr teilgenommen.

norbert schreibt nicht,welchem fahrzeug aufgefahren wird.Für Kräder gibt es keine Winterreifenpflicht,und kommen noch schlechter weg.

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@dv946

Für Kräder gibt es keine Winterreifenpflicht

§2 3a StVO gilt für Kraftfahrzeuge, somit also auch für Motorräder, Roller, Mofas.

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Gegenbeispiel, Ist ein Kraftfahrer unter Alkoholeinfluss schuldlos in einen Unfall verwickelt,bekommt er keine Mitschuld,wenn der Unfall hätte auch nicht verhindert werden können,wenn er nüchtern gewesen wäre.Er ist nur dran wegen Alkohol im Sraßtraßenverkehr.Dein Beispiel verhält sich genau so.Wäre der Unfall nicht passiert,wenn der Vordermann Winterreifen draufgehabt hätte?Er würde wohl ein Verwarngeld wegen der Sommerreifen am Hals haben

In dem Fall musst Du mit einem Bußgeld von 40€, 1 Punkt und 23,50€ Gebühren rechnen.

Eine Teilschuld am Unfall besteht nicht.

Anderes wäre das wenn Dir jemand die Vorfahrt nimmt, Du aber aufgrund der nicht angepassten Bereifung einen Unfall nicht verhindern kannst - dann würde man von einer Teilschuld ausgehen.

Ich glaube dass Du mit dieser Frage jeden hier überforderst. Woher soll das jemand wissen? Kommt auf die Schadenshöhe an, mit oder ohne Personenschaden? Mein Rat an Dich. Würde es nicht selbst ausprobieren! Wird wohl je nach Schadenshöhe ein Gericht entscheiden

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