Kann man sich von einem Führerscheinentzug "frei kaufen"?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei Dir handelt es sich dann sicher nicht um einen Entzug der Fahrerlaubnis sondern um ein Fahrverbot. Das mag kleinlich klingen, macht aber einen großen Unterschied. Ein Fahrverbot wird für 1 bis 3 Monate ausgesprochen während der Entzug der FE erst bei 6 Monaten beginnt.


Man kann unter Umständen durch Zahlung eines erhöhten Bußgelds ein Fahrverbot umgehen. Das ist aber nicht einfach und man muss es nachvollziehbar begründen.

Es reicht nicht aus das man angibt, man könnte eventuell seinen Job verlieren. Nur die Annahme das es vielleicht passiert reicht nicht aus, das muss dann definitiv auch so der Fall sein. Es muss eine Existenzgefährdung vorliegen. Du musst davon ausgehen das Dein Arbeitgeber dazu befragt wird.

Du musst also in jedem Fall Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen und darlegen das ein Fahrverbot für Dich eine unzumutbare Härte bedeutet und Dich in Deiner Existenz gefährdet. Teilweise entscheidet dann die Bußgeldstelle, oft aber ein Richter. Dann fließen alle relevanten Sachverhalte in die Entscheidung ein. Dabei kommt es z.B. darauf an ob Du Ersttäter bist, ob es besondere Gründe gab das Du zu schnell warst (z.B. Deine emotionale Verfassung an diesem Tag) und natürlich auch ob Dein Job wirklich akut gefährdet ist.

Ein Anwalt wäre ratsam, das kommt aber wahrscheinlich nur dann in Frage wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast.


Abschließend der Hinweis das Du den Zeitraum für das Fahrverbot eventuell auch selbst bestimmen kannst.

Dafür darfst Du in den letzten 2 Jahren kein Fahrverbot gehabt haben und diese Möglichkeit muss Dir im Bußgeldbescheid zugestanden werden.

Dann könntest Du Deinen Führerschein innerhalb von 4 Monaten nach Rechtskraft des Bußgeldbescheides bei der zuständigen Stelle abgeben und erst dann würde das Fahrverbot zu laufen beginnen.

Leider kann man sich nicht mehr Freikaufen. Du kannst versuchen das es verjährt-3monate. Ersten Brief wegschmeissen-2 Brief ist ein Einschreiben, erst am Frist Tag zu Post geben und das Original Foto anfordern, da du als Fahrzeughalter die Person nicht erkennen kannst use

Theoretisch ist es schon möglich bei einem Fahrverbot, dieses durch eine beträchtliche Zahlung zu umgehen, aber dafür muss eine akute Existenzgefährdung vorliegen und es keinen anderen Ausweg geben, seinen Job zu behalten, indem man z.B. Urlaub nimmt während der Zeit des Fahrverbots. Daher ist dies nur in Ausnahmefällen möglich und nicht einfach durchzukriegen.

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