Sollte man auf geschlossener Schneedecke eher mit etwas mehr oder weniger Luftdruck fahren?

4 Antworten

dv946 hat Recht, man sollte den vorgeschriebenen Druck einhalten. Aber grundsätzlich gilt hinsichtlich der Traktion: etwas weniger ist besser als zuviel! So verringert man z.B. bei Schleppern für Zugarbeiten auf dem Acker ( pflügen) den Druck, um die Aufstandsfläche der Reifen und damit die Zugkraft zu erhöhen.

Ich fahre im Winter grundsätzlich mit dem Druck, der für das vollbeladene Auto vorgeschrieben ist, plus 0,2 bar. Damit bin ich bisher immer und überall bestens durch gekommen. Der Vorteil des erhöhten Druckes ist, dass das Profil ein wenig aufgespreizt wird, und der beim Fahren aufgenommene Schnee durch die Zentrifugalkraft leichter wieder herausgeschleudert wird. Durch das Senken des Druckes kann mMn eher der gegenteilige Effekt entstehen. Bei Wüstendurchquerungen lässt man zwar auf tiefsandigen Abschnitten gerne mal die Luft etwas raus, um die Aufstandsfläche zu vergrößern, damit man nicht in den Sand einsinkt, aber das sind völlig andere Bedingungen und so nicht vergleichbar. Auf einer festgefahrenen, geschlossenen Schneedecke bringt das nichts, erhöht nur den Rollwiderstand und die Lenkeigenschaften werden weiter verschlechtert. Bei erhöhtem Luftdruck hingegen wird der WR eher lenkstabiler. Bei lockerem Schnee würde der abgesenkte Luftdruck vermutlich die Aufstandsfläche nur sehr minimal verbreitern, kann mir nicht vorstellen, dass man damit dann dort durchkommt, wo man bei regulärem Druck hängen bliebe. Bei so tiefem Schnee würdest Du dann eher einen Schneewall vor dem Auto aufschieben und spätesten daran dann hängen bleiben.

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