Ist ein Vorkostenanschlag verbindlich für die Werkstatt?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da ich selbst mal von so einem Fall betroffen war, weiß ich das ganz genau. Ich gehe davon aus, dass der Kostenvoranschlag in schriftlicher Form vorliegt. Wenn die Kosten um mehr als 20% während der Reparatur steigen, muss die Werkstatt den Kunden informieren. Unterlässt sie dies muss dieser nicht mehr als 20% über dem Vorkostenanschlag zahlen. Dazu gibt es diverse Gerichtsurteile, die das so bestätigen. Trotzdem solltest du natürlich versuchen dich erstmal ohne Gericht mit der Werkstatt zu einigen.

Das ist gut. So wie er es mir geschildert hat, gab es keine Rückmeldung durch die Werkstatt.

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Die entscheidende Frage ist hier natürlich gibt es das Dokument schriftlich oder nicht?! Wenn ja, muss sich daran gehalten werden. Wird der Kostenrahmen überschritten, muss vorher angerufen werden und nachgefragt. Sonst must du die Rechnung nicht zahlen.

Hmm eine sehr gute Frage. Also ich würde mal vermuten, dass der Vorkostenanschlag nicht verbindlich ist, da es sich um keinen schriftlichen Vertrag handelt. Um sicherzugehen sollte man vielleicht einen Anwalt hinzuziehen.

Ich hatte das Problem auch schoneinmal und da habe ich mich auch an die Kammer gewandt und der Schiedsmann hat wirklich gute Arbeit geleistet. Ich musste letztendlich weniger zahlen und der Meister musste zugeben, dass er beim Kostenvoranschlag ein wenig zu niedrig angesetzt hat, damit ich es dort machen lasse. Also ist es immer hilfreich, sich an solche Leute zu wenden.

Hat er den Kostenvoranschlag - so heisst das Ding - schriftlich bekommen oder hatte der Meister nach einem kurzen Blick auf den Wagen die 1200 Euro nur "genannt"?

Falls er keinen Rechtsschutz hat, sollte er sich mal an die zuständige Kammer wenden, die für solche Fälle einen Schiedsmann hat, der sich erst einmal - kostenlos - beide Seiten anhört und dann seine Meinung dazu sagt.

Zum Anwalt gehen könnte er dann immer noch, falls ihm das Resultat nicht gefallen sollte.

Das ist eine gute Alternative wenn er es wirklich nur "genannt" hat, aber sollte der Kostenvoranschlag schriftlich vorliegen, ist der Fall eigentlich klar.

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