Wieso funktioniert Chiptuning nur bei Dieselmotoren?

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4 Antworten

Das so genannte Chip-Tuning gibt es für Diesel und Benziner, wobei beim Diesel eine Box zwischengeschaltet wird. Bei Benziner ist der Eingriff in die Motorsteuerung aufwändiger und meist nicht ganz so leistungssteigernd. Ich würde es aber nicht machen, da du auf jeden Fall diese Veränderung vom TÜV abgenommen werden muss. Wenn du es nicht machst führt das zum sofortigen Erlöschen der Allgemeinen Betriebserlaubnis.

Wenn ein Benziner über einen Turbolader verfügt, lassen sich auch hier leicht 20-30% mehr Leistung rausholen. Jedoch geht es immer auf die Haltbarkeit des Laders und des Motors, wenn man die Mehrleistung abruft...

Bei Dieselmotoren wird meistens einfach nur der Ladedruck erhöht und schon kommt mehr Leistung rum. Bei Benzinern kann man auch Chiptuning betreiben allerdings ist es etwas schwieriger bzw. es gibt nicht so großes Potential. Allerdings ist Chiptuning eine heikle Sache und ohne entsprechende Garantie und ABE-Eintragung meines Erachtens nicht empfehlenswert!

Die heutigen Dieselmotoren sind alle aufgeladen. Beim Chiptuning wird immer der Ladedruck erhöht und die Einspritzmenge optimiert. Eine Erhöhung des Ladedrucks ist eine recht einfache Sache, denn der Lader kann wesentlich mehr fördern als benötigt. Der Motor wird allerdings thermisch höher belastet. Nur Firmen, die hier Garantie für Motor geben oder noch besser als Werkstuner tätig sind (z. B. ABT bei Audi/VW) haben eine Entwicklungsabteilung, die hier wissen, wo Schluss ist, denn ein bisschen zu viel und die Kolben schmelzen oder Ventile verbrennen.

Benzinsaugmotoren sind nicht so einfach zu tunen, da der Gasdurchsatz nicht erhöhbar ist. Deswegen fällt hier der Leistungszuwachs wesentlich geringer aus.

Bei seriösen Firmen gibt es eine ABE mit Abgasgutachten für die Eintragung in die Papiere dazu.

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