Wie langlebig ist ein motor?

5 Antworten

Das kann man pauschal nicht sagen. Kommt immer auf die Pflege an, die der/die Vorbesitzer dem Auto gegönnt haben. Regelmäßiger Ölwechsel, gutes Öl, den Motor nicht ständig bis an den Begrenzer getreten, Kurz- oder Langstreckenbetrieb,.....und und und. Wenn du es selbst nicht checken kannst, nimm einen Schrauber mit, der sich das Auto vor dem Kauf ansieht. Aber eine hundertprozentige Aussage kann vrmutlich auch der nicht machen. Wieviel Kilometerchen hat der Motor schon hinter sich???

Ihm gehts ja um den Motor. Da gibts einige Sachen die du beeinflussen kannst (Öl, Fahrweise usw) und einige die du nicht beeinflussen kanns - sprich es ist immer etwas Glück dabei.

Die Langlebigkeit eines Motors ist begründet

  • in der Qualität der Konstruktion,
  • in der Motor-Auslegung bzgl. Literleistung,
  • durch die persönliche Fahrweise und
  • der Qualität und Eignung des Motoröls.

Jeder weiss: je dünner das Öl, desto weniger Reibung, Verbrauch, Verschleiss, besserer für den Motor beim Kaltstart. Wie sieht es in der Praxis aus? Dazu erstmal ein paar Zahlen: bei einem 5W-40-Öl gibt die erste Zahl 5 die Viskosität (je kleiner, desto dünnflüssiger) bei einer bestimmten Temparatur (kalt) an, die Zahl 40 die Viskosität bei höheren Betriebstemperaturen. Ist diese Zahl hoch, reisst der Schmierfilm auch bei hohen Temperaturen nicht ab. Das allein reicht vielen schon als Grund, in ihren alten 520i M20 ein 0W-30 zu füllen. Aber genau das ist ein fataler Fehler, der die Lebensdauer des Motors drastisch herabsetzt. Warum? Dünneres Öl heisst doch weniger Verschleiss = längere Lebensdauer? Nicht ganz. Sowohl der M20 als auch der M30 gehen von der Konstruktion her in die frühen 70er Jahre zurück. Damals gab es nichtmal ein 10W-40, das wurde z.B. beim Nockenwellenlagerspiel berücksichtigt, es ist im Vergleich zu heutigen modernen Motoren relativ gross. Kommt nun so ein dünnes Öl zum Einsatz, hat die Nockenwelle in ihren Lagern tatsächlich mehr Spiel, sie fängt an zu Schwingen, woher zu 95% auch die gefürchteten Kopfrisse am M20 kommen (der M20-Kopf reisst fast immer zwischen dem 6. und 7. Nockenwellenlager), und nicht etwa durch Überhitzung wie die meisten annehmen. Aber warum? Ein 0W-40 ist doch im warmen Zustand genauso dünn wie ein 15W-40? Das sind leider nur Werte, die im Labor erreicht werden. In der Praxis sieht die Sache anders aus, da dünne Öle wie das 0W-40 generell dazu neigen Schwarzschlamm (verbranntes Öl) zu bilden und unverbrannten Kraftstoff aufzunehmen. Das passiert bei jedem Kaltstart und bei Fahrten mit niedrigen Drehzahlen, z.B. in der Stadt. Manch einer freut sich über den scheinbar nicht vorhandenen Ölverbrauch seines Motors, bestätigt ein Blick auf den Ölpeilstab doch die gleichbleibende Ölmenge schon seit 10.000 km. Wer den Motor aber anschliessend einmal mit Vollgas über die Autobahn treibt, wird schon nach 50 km oder weniger sehen, dass beispielsweise 1 Liter Öl fehlt. Dabei fehlt es nicht wirklich, durch die hohe Leistung des Motors ist nur der Kraftstoffanteil im Öl verdunstet, der Ölstand war also "verfälscht" durch Kraftstoffverdünnung. Das wäre weiter nicht zu tragisch, nur hat ein 5W-40 mit einem nichtmall allzu großen Anteil an Kraftstoff nur noch die Spezifikationen eines 5W-30, sprich der Schmierfilm reisst leichter ab, das Öl hält grösseren Belastungen nicht mehr stand. Daher passiert es auch immer wieder (meist zu Beginn der Urlaubszeit), dass nach ein paar Kilometern auf der Autobahn der Motor den Löffel abgibt, wenn er vorher lange nur in der Stadt gefahren wurde. Als weiteres Argument für die sogenannten dünnen "Wasseröle" werden gerne die besseren Kaltstarteigenschaften genannt. Auch das ist nur die halbe Wahrheit. Zwar wird ein 0W-Öl tatsächlich schneller an die benötigten Stellen gepumpt, aber manch dickeren Öle (wie z.B. das Motul 300V Le Mans 15W-60) "kleben" immernoch da, wo das 0W erstmal hingepumpt werden muss (das dauert je nach Motor immerhin zwischen 200 und 300 Umdrehungen). Desweiteren nehmen dickere Öle weniger Kraftstoff auf als dünnere. Wer sich jetzt fragt, warum z.B. VW für einige Modelle 0W-30 vorgeschrieben hat, das hat eine schon fast traurige Begründung: das 0W-30 kann länger im Motor bleiben, da es mehr Dreck aufnehmen kann - z.B. Verbrennungsrückstände, aber eben auch Kraftstoff. Dickeres Öl hat diese Eigenschaft meist nicht, deshalb sollte es eben auch nach ca. 10.000 km gewechselt werden. Der 0W-Kunde freut sich die langen Serviceintervalle von nur noch 30.000 km sowie den um 0.2 Liter/100 km gesenkten Verbrauch, mit denen man in Hochglanzprospekten prima werben kann. Was dann aus der Ölwanne rauskommt, erfüllt meist nichtmal mehr 0W-20-Anforderungen: vollgesogen mit Dreck und kein nennenswertes Druckaufnahmevermögen mehr (dazu später mehr), die Moleküle jedes Öls werden im Motor regelrecht zerhackt, wie das dann nach diesen 30.000 km aussieht, kann sich jeder selbst ausmalen. Der Trend geht scheinbar wie bei den Getrieben zu einer Lebensdauer-Ölfüllung. Ich erinnere mich an einen Beitrag im Forum, wo sich ein User in der Schweiz das neue Castrol 0W-20 hat einfüllen lassen, er freute sich über die 0.3 sec schnellere Beschleunigung von 0-100 km/h, fragte aber woher das "Schlagen" aus dem Motorblock wohl komme. Hier dürfte jeder eine Gänsehaut bekommen, der sich den vorherigen Beitrag über die Pleuellager durchgelesen hat. Von Öl darf man da eigentlich schon gar nicht mehr sprechen. Wer den Umweltaspekt bringt ("mit 0W-40 verbraucht der Motor aber 0.2l weniger Benzin"), der sollte sich mal ausrechnen was umweltschädlicher ist: ein um 0.2l auf 100km höherer Benzinverbrauch oder ein neu produzierter AT-Motor.

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Fortsetzung:

Das Druckaufnahmevermögen eines Öls gibt übrigens die Belastungfähigkeit an, bis der Schmierfilm reisst. Hier einige Beispielwerte:

MOTUL 4100 Turbolight SAE 10W-40 4.200 kg/cm² MOTUL 4100 Power SAE 15W-50 4.800 kg/cm² MOTUL 6100 Synergie SAE 5W-40 5.200 kg/cm² Castrol Formula RS SAE 10W-60 6.800 kg/cm² Castrol TWS Motorsport SAE 10W-60 17.800 kg/cm² MOTUL 300V Le Mans SAE 15W-60 22.000 kg/cm²

Hier nun bewährte Ölempfehlungen für die E34-Motoren: · M20 und M30: ganzjährig 15W-40 Qualitätsöl oder Motul 300V Le Mans 15W-60 · M40, M43, M50 und M60: bei eher gelassener Fahrweise reicht normales 10W-40 Leichtlauföl, z.B. von Liqui Moly, Motul, Fina oder Veedol. Bei schwerem Gasfuss und vielen Vollgasanteilen: Castrol TWS 10W-60, Motul 300V Competition 15W-50 oder Motul 300V Le Mans 15W-60 · S38: Castrol TWS 10W-60 oder Motul 300V Le Mans 15W-60 Auch hier sei wieder gesagt: wer das hier alles für Blödsinn hält, soll sein 0W-30 weiterfahren, mit dem der Motor ja schon seit über 50.000 km gefahren ist und noch nie Probleme gemacht hat. Ein Raucher merkt die Spätschäden davon auch nicht gleich wenn er 40 Jahre alt ist. Ich werde meinen nächsten Ölwechsel jedenfalls wieder mit Motul 15W-60 machen, was andere machen ist nicht meine Sache.

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Hallo erstmal an alle :)

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Zu meinen Anforderungen: - 55-92 KW bzw. 90-120 PS (je nach Schwere des Autos, soll halt schon mal seine 180 schaffen) - mit nem Kleinwagen wie Opel Corsa oder Polo sollten auch 55 KW bzw. 75 PS reichen oder? - Stadtverkehr, aber auch gelegentlich längere Autobahnstrecken (München-Kiel z.B.) - angemessener Verbrauch, ich denke um die 8 Liter rum ist okay - Benziner, Diesel lohnt sich erst ab über 200.000 km pro Jahr was ich ausgerechnet hab, auch isses Umweltfreundlicher - Baujahr 2000+ - wenn möglich wenig KM, bis >125000 sollte okay sein oder? - verzinkt um Rost vorzubeugen - genereller Reperaturbedarf eher gering - oder selbst machbar, sofern man den Willen hat etwas Zeit zu investieren - kein V16-Motor, schluckt einfach nur derbe viel ...

So das sind die groben Anforderungen. Bis jetzt dachte ich an einen VW Golf/Polo, Opel Corsa, Peugot 206 ... eigentlich relativ egal, möchte nur keinen 4/5-Türer, sondern 2/3 ... also nen Kleinwagen oder Coupé nehme ich an dass das dann ist ...

Könnt ihr mir da Vorschläge geben und Tipps, worauf ich außer ner Garantie des Verkäufers noch achten sollte? Vielen Dank schonmal!!

LG P1773

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