Wer hat Schuld?

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3 Antworten

Die Sache hat 2 Seiten.

So eigenartig es für Dich vielleicht klingen mag, die Hauptschuld hättest Du gehabt.

Der Falschparker begeht zwar eine Ordnungswidrigkeit, diese würde aber selbst bei einem Unfall nur mit einem Verwarngeld von 25€ für Parken im Halteverbot mit Behinderung bestraft werden. Mehr sieht der Bußgeldkatalog nicht vor und gegen mehr hat er auch laut StVO nicht verstoßen.

Der Falschparker wäre vielleicht Auslöser des Unfalls, der Verursacher aber wärst Du.

Laut §1 StVO erfordert die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

§ 3 StVO Geschwindigkeit sagt aus:

(1) Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Er darf nur so schnell fahren, daß er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann.

Dagegen hättest Du verstoßen.

Die Schuld des Falschparkers ist dann nur zivilrechtlich durchsetzbar. Es gibt Urteile die in solchen Fällen dem Falschparker 1/4 bis 1/3 der Schuld zusprechen der Rest bleibt an Dir hängen.

Absolut super Antwort! Grade junge Fahrer ohne Erfahrung halten sich nicht an § 3 StVO (1). Darauf sollte in Fahrschulen viel mehr hingewiesen werden.

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Klasse Antwort: schließlich ist hier nicht nach unfundierter Meinung, sondern nach kompetenter Antwort mit Sachverstand gefragt!

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Echt super Antwort, hätte ich nicht gedacht. Danke

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Denke das du in so einem Fall wirklich ohne Strafe oder Schuld davon kommst. Wenn bekommst du bzw. der jenige der das Auto im Parkverbot geparkt hat auf jeden Fall eine Teilschuld. Denn er hat fahrlässig gehandelt. Dennoch must du so um die Kurve fahren, das frühzeitig zu erkennen.

Na der jenige der im absoluten Parkverbot stand.

Und warum?

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