Welche Verluste gibt es beim E-Motor, durch Leitungs und Ladungsverluste? Wie hoch sind sie?

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2 Antworten

Leitungs- und Ladungsverluste sind es nicht, die da entscheidend sind.

Ein Verbrennungsmotor ist ein thermischer Energiewandler, der thermische Energie (eigentlich chemische, gebunden in Kraftstoff) direkt in mechanische Energie umwandelt. Diese thermische Wandlung gehorcht leider den Gesetzen der Thermodynamik und hier ist wirkungsgradtechnisch besonders der 2. Hauptsatz der Thermodynamik derjenige, der für die unschönen Wirkungsgradzahlen sorgt.

Bei Wirkungsgradbetrachtungen am Elektromotor bleibt zunächst mal völlig außen vor, wo die Elektroenergie denn herkommt. Wird diese auch durch thermische Wandlung aus einem Brennstoff (z.B. Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas in einem Kraftwerk) erzeugt, ist dieser Teil der Energiewandlung auch nicht besser (meist sogar schlechter, da eine Reihe zusätzlicher Wandelungsverluste bis zum Antrieb am Rad hinzukommen).

Bei Wirkungsgraden muss man genau darauf achten, was dort jeweils als "Aufwand" und was als "Nutzen" angesetzt wird (Wirkungsgrad = Nutzen/Aufwand). Wenn ich also mit dem Kraftwerk gleichzeitig noch Fernwärme erzeuge (Kraft-Wärme-Kopplung), dann kann die Wärme als Nutzen mit in die Rechnung eingehen und der Wirkungsgrad nimmt traumhafte Werte an. Andersherum kann ich durch "Weglassen" beim Aufwand - also nur die Elektroenergie als Aufwand betrachtet - auch so tolle Werte erzeugen.

Bei Grünen Strom hast du eine Wirkungsgrad von 65%. Die Verluste entstehen Beim laden. beim konventionellen Strom Hast du einen Wirkungsgrad von 20%. Dass ist immer nur der durchschnitt.

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