Welche Unterschiede haben Einspritzzeitpunkte beim Diesel im Vergleich zum Benzinmotor?

2 Antworten

Hallo tolkiener, meines Wissens wird beim Diesel früher und auch länger eingespritzt, weil der Diesel nicht so schnell verbrennt wie Benzin. Daher auch das höhere Drehmoment, weil der Verbrennungsdruck noch aufgebaut wird, wenn die Kurbelwelle einen günstigeren Hebel zur Kraftübertragung bietet.

Wie Gast schon sagt: Diesel gegen Ende der Verdichtung, Benziner im Homogenbetrieb schon zu Beginn der Ansaugung (sobald die Ventilüberschneidung von Ein- und Auslassventil zu Ende ist und der Kolben genügend Platz gemacht hat, dass es nicht zum Wandauftrag kommt). Es wird eben viel Zeit für die Homogenisierung des Gemischs benötigt.

Zur Dauer kann man noch ergänzen: prinzipiell hat der Benziner die längere Einspritzdauer. Die Einspritzdrücke sind niedriger (ca. 1/10 vom Dieseleinspritzdruck), die Zeit ist vorhanden und der Verlauf bzw. Dauer der Einspritzung hat deutlich geringeren Einfluss auf die Verbrennung, als das beim Diesel der Fall ist.

Beim Direkteinspritz-Benziner (homogen) wird in den Ansaug-Takt eingespritzt. Beim Diesel wird in den Verdichtungstakt eingespritzt.

Beim Schichtlade-Benziner wird ebenfalls in den Verdichtungstakt eingespritzt.

Die Einspritzdauer ist stark vom Betriebspunkt abhängig und beim Diesel gibt es überdies mehrere Einspritzungen.

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