Was bedeutet Pumpe-Düse im Zusammenhang mit einem Diesel Motor?

1 Antwort

Pumpe-Düse ist (bzw. war) eine Einspritztechnik, die hauptsächich von VW verwendet wurde und viele Jahre eine Konkurenz zum heute aktuellen Common Rail System war. Vor allem ein kleines schwäbisches Betrieble (Bosch oder so ähnlich) war ziemlich ärgerlich, als letzteres sich schlussendlich durchsetzen konnte. Ist halt schade, wenn Monopole flöten gehen... Heute gibt es das nur noch als Pumpe-Leitung-Düse bei Nutzfahrzeugen.

Kernidee bei Pumpe-Düse ist, dass das Pumpenelement, welches eine Art Kolbenpumpe ist, die über eine Einspritznockenwelle betätigt wird, mit dem Injektor (der Einspritzdüse, die elektronisch angesteuert wird) in einem Gehäuse sitzt. Beides ist ein Bauteil, was den Vorteil hat, dass sich mit diesem System sehr hohe Drücke realisieren ließen. Es fallen die Leitungen weg. Pumpe und Düse sind direkt in einem massiven Gehäuse untergebracht.

Pumpe-Düse konnte bereits 2000 bar als Common Rail noch bei 1400, später bei 1600 bar war. Inzwischen ist Pumpe Düse überholt, da Common Rail genauso hohe Drücke (und mehr) schafft und dabei wesentlich flexibler in der Einspritzung ist. Frei wählbar eine oder mehrere Voreinspritzungen, Nacheinspritzungen oder selbst die Haupteinspritzung in Einzelevents aufzuteilen - das alles geht mit Pumpe-Düse nicht, da hier eine Nockenkontur bestimmt, ob und wann Druck am Injektor anliegt. Bei Common Rail ist der Druck immer anliegend und man muss "nur" den Injektor schnell genug auf und wieder zumachen.

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Hey, das ist echt eine super kompetente Antwort!! Danke!!

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Es geht weiter: Fehlermeldung Fiat Panda "Drosselklappenpotentiometer" & beim 2 x Motorenwarnlampe zusätzlich B-Can sporadisch...?

Vorab ein herzliches Dankeschön an Onkeljo & Eric. Werkstatt hat verschmutzte Drosselklappe gereinigt. Thermostat gewechselt - Temperaturanzeige wieder absolut OK. Die Fahrt von der Wertstatt trieb mir jedoch beinahe das Tränenwasser in die Augen. Der Panda ruckelte bei jeder Gangschaltung (hey, das liegt nicht an meinem Fahrstil). Hola Drosselklappe. Hat sich inzwischen wieder einigermassen eingespielt. 3 Wochen später wieder Motorenwarnlampe. Beim Umparkieren vor der Werkstatt dann Murphy: Warnlampe leuchtete nicht mehr. Auslesen ergab wieder Drosselkl. & neu: B-Can sporadisch. Chefmech der Fiat meinte: kann auch was anderes sein. B-Can sei zu ungenau. Lohne sich nicht, der Sache nachzugehen (9jähriger Panda, 170'000 km). Solle fahren, bis das Teil stehen bleibt. Super, vor allem wenn man einen wichtigen Termin hat und man nie weiss, kommt man an oder nicht. Vor einer Woche bin ich dann wieder 36 h lang mit "Motowarnlampe" rumgekurvt, dann war die plötzlich wieder aus. Heute hat dafür die Warnlampe nicht geleuchtet, Motor erhöhte an der Ampel plötzlich die Drehzahl und beim Gas geben - tote Hose. Zündschlüssel off, on und die Chause lief wieder. Bin etwas entnervt v.a. weil die Werkstattheinis für jedes Auslesen 50.-- garnieren und es kommt doch nix dabei raus. Heute dachte ich, ob es irgendwie in Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit/Regenwetter steht - eben doch die Elektronik. Sollte ich den Wagen vielleicht besser einmal in einer 2-Mann-Werkstatt unter die Lupe nehmen lassen? Denn lieber Eric: ich bin weiblich und weiss gerade mal eben, wo man die Flüssigkeiten unter der Motorhaube nachfüllt :-) Heute bei offener Motorhaube ist mir noch aufgefallen, dass div. Kabel und Schläuche mit Tape (keine Ahnung, wie das beim Auto im Fachjargon heisst) umwickelt sind und sich das Tape teilweise löst. Habe dann so ein loses Ende Tape berührt und es ist sozusagen zu Staub zerfallen. Soll ich die Schläuche mal in Eigenregie neu tapen (ich bin gut im Basteln;)?

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