Strafe beim Begehen einer Fahrerflucht?

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5 Antworten

Strafgesetzbuch §142 Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

(1) Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, bevor er

  1. zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, daß er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder

  2. eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne daß jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


Das Strafmaß ist also nicht genau definiert.

Fest steht das man 7 Punkte bekommt. Hat man sich innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfall doch noch selbst gemeldet ohne das bereits Ermittlungen eingeleitet wurden dann kann man auch mit 5 Punkten davon kommen. Da es sich um eine Straftat handelt bleiben diese Punkte 5 Jahre eingetragen.

Die Geldstrafe sowie ein Fahrverbot oder sogar ein Fahrerlaubnisentzug hängen hauptsächlich vom verursachten Schaden und den näheren Umständen ab.

Liegt der Schaden unter 250€ dann sind im Allgemeinen 15 Tagessätze zu zahlen, bis 500€ sind es 25 Tagessätze plus 1 Monat Fahrverbot.

Ist er höher oder wurde jemand verletzt dann erhöhen sich diese Sätze weiter und es kommen Fahrverbote bis zu 3 Monaten und letztendlich auch ein Fahrerlaubnisentzug von mindestens 6 Monaten in Betracht.

Dazu kommt dann eine Leistungsfreiheit der eigenen Versicherung wegen vorsätzliche Verletzung der Aufklärungspflicht, das heißt man zahlt einen großen Teil des Schadens selbst.


Wenn man hier also davon ausgeht das der Schaden unter 250€ lag, der Politiker Ersttäter war und 15 Tagessätze zahlen musste dann könnte man annehmen das er 3000€ im Monat verdient.

Da es auch einen Ermessensspielraum gibt würde ich sagen das die 1500€ im Rahmen liegen.

Danke für die wirklich schnelle und ausführliche Antwort! Ja das stimmt, dann liegt die Strafe wirklich im Rahmen und ist angemessen.

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An sich gibt es keine normale Strafe bei Vergehen Fahrerflucht, da es abhängig davon ist, bei welchem Vergehen man Fahrerflucht begeht. Im schlimmsten Fall ist dann noch nicht mal die Strafzahlung das, was einem dann den Kopf zerbricht, aber die Freiheitsstrafe, die man bei erheblicher Verletzung von Körper eines anderen bekommt.

bei welchem Vergehen man Fahrerflucht begeht

Die "Fahrerflucht" selbst ist das Vergehen... ;)

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1500 Euro mögen ja ok sein, aber ich find es immer krass wie selbst so hohe Politiker immer wieder so was mahcen.

Erstmal sollte ja klar sein, dass wenn ich einem den Spiegel abfahre nicht einfach abhaue.

Aber selbst wenn ich ein Ar.sch bin und es nicht mache aus Überzeugung, sollte man doch als jemand der so ein Amt hat wissen dass Kac.ke am Stecken nie gut ist. Die paar Euro für einen neuen Spiegel hätte der sicher auch gehabt, so hat er jetzt das dreifache bezahlt und ist als Depp und unehrlicher Mensch gemarkt.

Versteh ich nicht..

So wie ich es in den Nachrichten gelesen habe, ist die Strafe vollkommen normal.

Auch wenn der Mann hochrangiger Politiker ist, bedeutet es nicht, dass er milder oder härter bestraft wird. Sollte das noch mal vorkommen, kann man sich sicher sein, dass die Strafe weit höher ausfällt, aber ich denke, dass Herr Döring aus der Sache gelernt hat...

1500€ sind doch viel Geld. Was ist daran wenig für einen abgefahrenen Spiegel? Klar haut man bei sowas nicht einfach ab, aber es ist auch nur ein Spiegel.

Nochmal ganz deutlich:

Die 1500 Euro sind nicht für das Beschädigen eines Spiegels, sondern für die Fahrerflucht.

Und genau deshalb, weil manche Leute ein Unrechtsbewustsein haben wie: "aber es ist auch nur ein Spiegel" , ist die Strafe auch vollkommen angemessen.

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