Rußpartikelfilter gewechselt und schon wieder?

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4 Antworten

Hier wurde so viel Richtiges geschrieben, da muss ich auch meinen Senf dazu geben. Vor dem Regenerieren wird das Steuerteil ausgelesen. Da gibt es Soll und Istdaten rund um den Motor. Da steht u.a. wieviel Russ in Gramm im Filter ist. Nach der Regeneration verschwinden die Daten nicht. Sie müssen zurückgesetzt werden auf den „0“ Wert vom Hersteller. Wenn das nicht gemacht wird, ist der Ausgangswert eigentlich wieder kurz vor der roten Lampe. Da brauchst du dich nicht zu wundern dass das nach 100km schon wieder so weit ist. Nach 100km ist kein regenerierter Filter zu. Dann gibt es noch den Differenzdruckgeber. Sind die Schläuche ganz? Der Geber io? Hatte da mal einen Marderbiss. Wenn ich über 3000 Umdrehungen fuhr, kam auch die rote Lampe.

Hey danke für die Antwort. Habe gerade einen Anruf aus der Werkstatt erhalten. Mein Thermometer ist kaputt:(

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@Sam2021

Na prima, warum haben die das nicht gleich erkannt? Die nächste Frage wird wohl sein was du machst wenn es das nicht war.

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Nach 100km ist kein regenerierter Filter zu.

Bei stark nachtropfenden Injektoren, einem abgerutschten Ladedruckschlauch, oder einem defekten Luftmassenmesser kann ich mir das durchaus vorstellen. Das "Problem" von geschlossenen DPF ist ja auch, dass man das am Abgas nicht mehr gleich erkennt - in der Zeit davor hat man gleich an der Färbung des Abgases gesehen, was mit dem Motor los war.

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@checkpointarea

Ich hatte bereits so ein Problem. Ohne Anzeichen Filter zu und ein Schlauch vom Differenzdruckgeber geplatzt. Da kam ich kaum noch auf den Abschlepper. Gefahren bin ich ca 200km. Habe aber danach einen neuen rein gemacht. Das war die erste Generation die laufend was hatte.

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@martinreschke
Das war die erste Generation die laufend was hatte.

Du meinst die additivbasierten (ich meine, das Zeug hieß "Eloys" oder so ähnlich) Filteranlagen?

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@checkpointarea

Ich hatte den Renault Laguna 2,2 Liter. Da brannte der Filter nur während der Fahrt und bei einer nicht zu kleinen Geschwindigkeit aus. Im Kurzstreckenbetrieb und gerade in der kalten Jahreszeit gab es dann Probleme. Wenn das in der Stadt passierte und du an Ampeln und sonstwie zum Stehen kamst war die Regeneration unterbrochen . Die Längste Strecke war da mal ca. 20km. In der Regel waren es 12-15 km. Hast du die gelbe Lampe ignoriert, kam die rote und dann ging es nur noch über die Werkstatt. Mein Vorteil war dass ich dort 2x die Woche arbeiten war. Das was du meinst war glaube ich im Peugeot.

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@martinreschke

Seltsame Applizierung, aber scheint bei Franzosen wohl "normal" zu sein. Ja, PSA, also Peugeot und Citroen. Meines Wissens nutzte das System jedoch auch Ford.

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@checkpointarea

Renault hatte die Nacheinspritzung. Die funktionierte nur beim Fahren und standest du war sie unterbrochen. Die nächste Generation brannte im Stand weiter. Da gab es das Problem nicht mehr. Hatte mein letzter Golf auch. Viele hatten dann den Filter leer gemacht und ausprogrammiert. Ist zwar nicht statthaft, aber es hatten sich welche darauf spezialisiert. Der RPF kostet auch 1360€. Bei PSA funktionierte das eigentlich ohne Probleme.

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Nach dem Filterwechsel 2-3 Monate später zeigt mein Auto eine Fehlermeldung an. Mein Kumpel konnte den Code fehlpartikelfilter sehen.

Welche Qualität wurde für den Rußfilter gewählt? Gibt da nämlich große preisliche und qualitative Unterschiede. Billigteile weisen eigentlich immer zu geringe Edelmetallgehalte auf, dadurch verstopfen sie leichter bzw. schneller.

Oder ob es andere technische Defekte verursacht haben könnten ,dass das erneut voll ist usw.

Natürlich. Beispielsweise wird der Filter schneller voll, wenn Injektoren oder Luftmassenmesser einen Defekt aufweisen. Wurde das abgeklärt?

Woher ich das weiß:Recherche

Will jetzt den Namen der bekannten Werkstatt nicht nennen . Aber die nehmen immer Orginal-Teile für mein Auto. Habe 1200€ bezahlt für den Filter.

eine andere Erklärung ließ die Werkstatt nicht zu. deswegen wurden Alternativannahmen garnicht erst in Angriff genommen oder hinterfragt. Sie wiederholten mehrere Male ,das es von Kurzstreckenfahrten kommen würde. Nach einigen Malen zweifelte ich an meinen eigenen Kenntnissen und Aussagen. Dabei bin ich mit meinem Auto verheiratet😂

Als ich das Auto nach der zwangsregenaration erhielt , fuhr ich 100 km. Die motorkontrollleuchte blinkte wieder auf. Noch am selben Tag gab ich mein Auto wieder zurück in die Werkstatt. Da war der eine Handwerker, der mir über Fehler von kurzfahrten predigte, peinlich berührt.

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@Sam2021

Natürlich ist es richtig, dass der Filter durch Kurzstreckennutzung schneller verrußt, und dann häufiger regeneriert - trotzdem: Bei einem dermaßen schnellen Verrußen muss ein Defekt vorliegen.

Du erwähntest Öl, - oder Abgasgeruch. Dies bringt mich auf eine neue Idee: Ladedruckschlauch undicht. Dann erzeugt der Motor teilweise gewaltige Mengen an Ruß.

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@checkpointarea

Danke für die Rückmeldung. Das Thermometer ist kaputt. Meinte die Werkstatt.

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@Sam2021

Du meinst den Abgastemperatursensor? Gut möglich. Denn misst dieser Mist, kann dies die Regenerationsphase des Filters beeinträchtigen.

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Hat mit der Frage nichts zu tun. Aber hier tummeln sich auch Aliens.

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@checkpointarea

Du hattest mir vorgeschlagen auf diese Seite zu kommen. Bin aber von den gleichen Typen umzingelt wie bei gute fragen.

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@martinreschke

Jetzt verstehe ich es. Meiner Ansicht nach befinden sich hier weitaus weniger Trolle und Pfeifen, das war gemeint.

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Na das wird ja spannend hier.

Also wenn im Fehlerspeicher einen Fehler im Partikelfilter eingetragen ist, wird es wohl ein aktiv regenerierender, d.h. original verbauter Filter sein und nicht so ein offener Nachrüstfilter. Wurde der Fehler in dem Eintrag denn noch näher spezifiziert und was für ein Auto ist das denn?

Also für mich klingt das bisher so, als wurde der Filter beim Tausch nicht durch ein Neuteil ersetzt, sondern nur eine (vielleicht sogar missglückte) Reinigung versucht. Veilleicht sogar nur die schon angesprochene Zwangsregeneration.

Problem bei den Filtern ist, dass es Rückstände gibt (v.A. Asche) die sich nicht thermisch abbauen lassen. Da muss dann zumindest eine Reinigung her, wobei sich auch hier die Geister scheiden, ob das so richtig nachhaltig wirksam ist. Durch Regeneration wird dann nichts mehr erreicht und das Teil ist dann eigentlich zu ersetzen.

Das wäre Variante1, die davon ausgeht, dass der Fehler echt ist.

Variante2 könnte dann eintreten, wenn ein Fehler am DPF diagnostiziert wird, obwohl gar keiner vorliegt. Wenn z.B. wegen eines defekten Sensors die Motorsteuerung annimmt der Filter sei voll, wird es immer wieder zu Regenerationen kommen (was sich übrigens deutlich im Kraftstoffverbrauch bemerkbar machen sollte) und irgendwann ein Fehler gesetzt. Allerdings werden Sensorwerte üblicherweise plausibilisiert und sind, wenn sie Einfluss auf Emissionen haben, auch OBD-überwachungspflichtig.

Zu Variante2 gehört übrigens auch ein Loch in irgendeinem Druckschlauch, sodass falsche Druckdifferenzen gemessen werden. Und zu Variante1 ein auf 100% offen klemmendes AGR Ventil.

Tja, es bleibt spannend. Gib mal Rückmeldung, wenn der Fehler gefunden wurde.

Hey danke für deine ausführliche Antwort.

ist ein Benz b-klasse Baujahr 2003,2009oder 2013? Fahrzeugpapier ist in der Werkstatt. Weiß es nicht aus dem Kopf:(. Und vor dem Partikelfilter hatte ich keine Probleme mit meinem Auto. Wäre erst nächsten Monat fällig gewesen. Nach drei bis vier Jahren eigentlich gut gehalten würde ich sagen. Warum ich es überhaupt gewechselt habe: wegen meiner Kupplung.

Habe der Werkstatt mitgeteilt,dass mein Auto ab Gang 3 oder Gas geben ( Kupplung) ruckelt. Man wechselte deswegen den Filter aus. Das Problem „ruckeln“ war immer noch da. Danach wurde ein (Druck-?)Schlauch gewechselt. Bei der dritten Kontrolle ging man von der Kupplung (Ca.2100€, aufgrund später Feststellung gab es einen Nachlass 1500€) aus. Nach solchen ernormen kosten in kurzer Zeit ließ ich eine andere Fachwerkstatt ran. Der Preis war für mich erträglicher und verstanden mein Anliegen mit einem Erklärungsversuch.
naja und eben diese Werkstatt (Kumpel) meinte ,dass ich ja eine Garantie hätte für den Filter. Und dass das Problem vorher ja nicht da war.

also diese Schwierigkeiten ergaben sich erst nachdem Wechsel des Filters. Weil es eine bekannte fachwerkstatt ist, ist Variante 1 zwar naheliegend , aber wiederum unvorstellbar...

wenn es Variante zwei wäre , wie könnte der motorsensor den Schaden genommen haben? Meine Annahme liegt wieder seit dem Wechsel des Filters:D wie oben beschrieben hätte ich das womöglich nächsten Monat oder bei motorkontrollleuchte gewechselt:D

(klar halte euch auf dem laufenden. Auch die andere Werkstatt ist gespannt auf die Fortsetzung)

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@Sam2021

Schwägerin hatte mein Auto vor mir .Deswegen 3-4 Jahre

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@Sam2021

2003 überlesen. Kann nur 2009/2013 sein.

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Wenn das Fahrzeug versucht den DPF mittels erhöhter Einspritzung freizubrennen, können Gerüche entstehen. Das ist nicht ungewöhnlich und je voller der DPF wird, desto häufiger wird dies der Fall sein. Vollständig frei wird der DPF jedoch nie sein können, er ist ein Verschleißteil.

Stimmt nun irgendwas am Motor nicht, wird z.B. die Einspritzmenge falsch geregelt, häufig nur Kurzstrecke gefahren oder oft mit starker Belastung, umso schneller geht der DPF zu.

Du hast das Fahrzeug gebraucht gekauft? Wurde der Filter vieleicht lediglich "gereinigt" oder wirklich ausgetauscht?

Das Auto ist eine Finanzierung und habe es tatsächlich aus zweiter Hand. Vor mir nur ein Besitzer gehabt. Also musste ihn für 1200€ Wechseln.

deswegen nehme ich an , dass er gewechselt wurde. Habe es auch schwarz auf Weiß.

die Werkstatt hat mich gerade angerufen und meinte ,dass es zwangsregenariert wird. Und je älter das Auto wird ,desto Schwerer wird es wohl . (?)

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@Sam2021

Also desto schwerer wird es mit dem regenerieren *

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@Sam2021

Sagen wir mal so, je älter der DPF desto voller wird dieser auch mit "regeneration". Da dieser aber neu sein soll, dürfte die Ursache wohl eine andere sein, siehe den zweiten Absatz in meiner Antwort.

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@geoka

hole das Auto ab und werde ihm mal das Fachwissen vortragen. Danke dir

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@geoka

Fortsetzung für Interessierte leser:

nach dem abholen des Autos, fuhr ich wie immer mit lauter Musik und Sonnenschein über die Autobahn . Nach gefahrenen 100km wollte ich nur eine Spritztour machen . Weil Autofahren Spaß macht.

mein Display zeigte erneut die motorkontrollleuchte an. Laut Werkstatt hätte das nicht sein dürfen . Jetzt schauen sie sich das bis Montag an

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@Sam2021

Würde dies mal als never ending story bezeichnen.

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Ich frage nur, um das für mich selbst zu verstehen.

also im zweiten Absatz steht:

„Stimmt nun irgendwas am Motor nicht, wird z.B. die Einspritzmenge falsch geregelt, häufig nur Kurzstrecke gefahren oder oft mit starker Belastung, umso schneller geht der DPFzu“.

also muss man die Einstellung verändern, um die einspritzmenge zu regulieren? Oder macht der Motor das automatisch bei weniger Belastung oder Längen strecken?

(finde gerade spannend zu verstehen :()

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@Sam2021
"Stimmt nun irgendwas am Motor nicht, wird z.B. die Einspritzmenge falsch geregelt, häufig nur Kurzstrecke gefahren oder oft mit starker Belastung, umso schneller geht der DPFzu"

Eine falsch geregelte Einspritzmenge ist bei einem Common Rail - Motor kaum möglich, das hatte man früher bei mechanischen Pumpen, die konnte man von Hand verstellen - bei CR geht das alles per Kennfeld, vollelektronisch geregelt.

Nichtsdestotrotz gibt es Fahrprofile, die für Dieselmotoren mit geschlossener Rußfilteranlage der Haltbarkeit des Filters nicht dienlich sind - eben klassischerweise Kurzstrecken, weil hier einerseits viel mehr Ruß entsteht, andererseits aber auch das Temperaturniveau geringer ist, was den Abbrand zusätzlich erschwert.

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@checkpointarea

Eine falsch geregelte Einspritzmenge ist bei einem Common Rail - Motor kaum möglich...

Dann wundern mich jedoch stark schwarz rußende, ältere Mercedes Taxen mit CR und grüner Umweltplakette. Wenn ich mir die Fahrer angucke, deutet dies nicht darauf hin, dass der Wagen regelmäßig bei MB zur Inspektion oder Reparatur gekommen ist oder überhaupt eine fachmännische Pflege erfahren hat :-))

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Vollständig frei wird der DPF jedoch nie sein können, er ist ein Verschleißteil.

Ganz genau. Das liegt übrigens an der Asche, welche im Gegensatz zum Ruß (Kohlenstoff brennt ab, als Produkt entsteht dann Kohlendioxid und Wasser) nicht brennbar ist. Bei Motoren mit DPF kann es daher nicht schaden, auf aschearm verbrennende Motoröle zu setzen.

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