Macht ein Hybridmotor eigentlich mehr Sinn in Verbindung mit einem Diesel- oder Benzinmotor?

1 Antwort

Bei einem Dieselmotor gibt es eine andere Zielrichtung für einen Hybridantrieb, als bei einem Ottomotor.

Beim Otto geht es darum, den besonders schlechten Wirkungsgrad bei Teillast zu vermeiden - die sogenannten Drosselverluste. Bei einem Hybrid kann ein relativ kleiner Motor immer in der Nähe seines Wirkungsgradoptimums gehalten werden.

Beim Diesel ist das Vorgehen etwa anders. Der Diesel hat nicht ganz so mit schlechtem Wirkungsgrad bei Teillast zu kämpfen. Hier ist die Abgasnachbehandlung sehr aufwändig und bei einem Hybrid kann der Motor so gesteuert werden, dass es an dieser Stelle einfacher wird. Auch die Fahrzeugdynamik kann so verbessert werden. Ein Turbolader muss bspw. nicht mehr ganz so schnell ansprechen. Aber Verbrauch ist natürlich auch hier das schlussendliche Ziel.

Ein Dieselmotor ist schwerer und teurer als ein Ottomotor und dann hat er zu allem Unglück auch noch den besseren Wirkungsgrad. Hybrid beim DIesel macht die Nachteile noch größer. Und da der Wirkungsgrad ohnehin schon gut ist, bringt das auch nicht so viel wie beim Otto.

Man kann aber auch anders argumentieren: Von der Effizienz her ist die Kombination Hybrid mit Diesel das Beste was geht. Daher kommt das auch immer mehr.

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