Laut SternTV und Dekra doch weniger Verbrauch mit E10?

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4 Antworten

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die DEKRA derartiges verlauten lässt. SternTV ist nicht unbedingt ernst zu nehmen, aber von der DEKRA hoffe ich doch sehr, dass sie nicht ernsthaft erklären möchten, dass ein Kraftstoff mit geringerem Energiegehalt bei gleichem Versuchsaufbau mehr Leistung bringt. Ich denke, dass vielleicht im Fall der Medien Druck durch die Industrie gemacht wurde, aber das ist reine Spekulation.

Wenn ein Kraftstoffverbrauchstest unter den Randbedingungen, die vom Gesetzgeber für die Zertifizierung von Motoren vorgeschrieben sind, durchgeführt wird, gibt es da ziemlich wenig zu manipulieren. Das ist ja auch der Sinn: dass Reproduzierbarkeit gewährleistet wird. Das Regelwerk zur Durchführung dieser Tests füllt etliche Ordner. Da ist alles vorgeschrieben. Und es setzt einen Motorenprüfstand und aufwändige Messtechnik voraus, die übrigens auch genau festgelegt ist.

Die relevante Größe, der Heizwert, beträgt für Ethanol 26,8 MJ/kg. Wenn man die Mischungen E5 mit E10 vergleicht kommen Werte von 42,2 bzw. 41,4 MJ/kg heraus. Das macht knapp 2% Unterschied und das merkt niemand im normalen Straßenbetrieb.

Wenn bei Volllast 10% Mehrverbrauch auftreten sollte (was ich nicht glaube, und schon garnicht der Autobild), dann könnte das höchsten an Steuergerätefunktionen liegen, die bei Volllast mehr anfetten als üblich. Technisch begründbar, dass das so sein mus ist das nicht. Aber wie gesagt, das glaube ich erst, wenn irgendeine seriöse Einrichtung das wissenschaftlich fundiert untersucht hat. Mit Testmethoden wie: Ich fahr mal eben Vollgas, 10km mit E10 und 10km mit E5, unter nicht reproduzierbaren Randbedingungen, vielleicht noch mit unterschiedlichen Versuchsfahrzeugen - damit zaubert man jedes gewünschte Ergebnis hin. Offensichtlich sogar auch mal einen Minderverbrauch.

fussel 12.04.2011, 12:44

Kleiner Nachtrag: Es ist ja übrigens nicht so, das E10 den Motoren schadet. E10 schadet den meisten Autos in keinster Weise. Woanders auf der Welt fahren Autos seit Jahren mit E100 rum und haben auch keine Probleme.

Das Problem ist nur, dass mir niemand garantieren will (und übrigens auch nicht kann), dass mein Auto nicht zu den verbleibenden X% gehört.

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Wenn ich ein bestimmtes Ergebnis erzielen will dann kann ich auch den Ablauf eines Tests so planen das er wie gewünscht verläuft.

Wenn man mit logischem Verstand an die Sache ran geht muss man doch, auch ohne Fachwissen oder geeignete Messinstrumente zu haben, feststellen das ein Treibstoff der einen niedrigeren Energiegehalt hat keine höhere Leistung bringen kann.

Wie soll das denn funktionieren?

Ich denke jetzt wird alles getan um die Meinung beim Verbraucher zu ändern. Das ist der Hintergrund aber sicher nicht eine bessere Energiebilanz von E10 gegenüber Superbenzin.

Diese Berichte habe ich nicht gelesen, weiss auch nicht, wer unter welchen Bedingungen die Tests durchgeführt hatte.

Aber der ADAC, dem ich in solchen Dingen traue, hat bei einer Messung im Normzyklus einen Mehrverbrauch von 1.5 % festgestellt und Auto-Bild hatte bei Vollgasfahrt sogar einen Mehrverbrauch von 10 % registriert.

Bei eher bummeliger Fahrt ist der Mehrverbrauch natürlich geringer als bei Vollgas, wenn der Motor das "Angebot" wirklich ausnutzen muss.

Und rein theoretisch muss der Verbrauch bei E10 höher sein, weil der "Brennwert" von Alkohol objektiv geringer ist als der von Benzin.

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