Inwiefern sind sehr viele Kurzstrecken ungesund fürs Auto?

5 Antworten

Deine Freundin sollte mal das Öl checken. So lange da kein Wasser oder Benzin sich drin gesammelt hat, sollte es zu keiner unangemessenen Abnutzung kommen. Wie es in der Vergangenheit war, wäre nachzuprüfen. Genau wie der Zustand der Kolben, Ventile usw.

Das kommt vermutlich auch auf jedes Auto an. Ich fahre auch seit Jahren nur Kurzstrecke mit meinem kleinen Peugot und konnte jetzt noch nicht feststellen, dass das Auto dadurch in speziellen Bereichen besonderen Verschleiß aufweißt. Aber es stimmt sicher, dass das "Freipusten" eines Fahrzeugs auf der Autobahn einen guten Effekt hat.

Es gibt einen gravierenden Nachteil: Das Auto ist vermutlich nie richtig auf Betriebstemperatur gekommen. Auf längeren Strecken wird ein Motor immer wieder regelrecht "freigebrannt", Rückstände in Kanälen und an Ventilen und im Auspuff / Kat verschwinden. Man merkt immer wieder, wenn ein Auto mal nach vielen Stadtfahrten auf der Autobahn war, das es "geschmeidiger" läuft und besser durchzieht. Insofern kann man ein Auto mit einem Menschen vergleichen: Jemand mit ständigem Training kann die 10.000 Meter laufen, ein Couch-Potato nicht!

Also gilt: so ein Auto muss man einfahren wie einen Neuwagen, quasi trainieren.

Zusätzlich wird im Stadtverkehr Bremse und Kupplung viel mehr belastet, mit entsprechendem Verschleiß ist zu rechnen.

Ich glaube die heutigen Motoren brauchen, gegenüber von Motoren vor 30 oder 40 Jahren, nicht mehr eingefahren werden. Ob Langstrecke oder Kurzstrecke, es kommt immer auf den Fahrer an. Wenn man den Fahrer nicht kennt, kann es immer zu einem Fehlgriff kommen. Wichtig ist auf jeden Fall eine Untersuchung über den Gebrauchszustand von Leuten die über diesen FAHRZEUGTYP die dementsprechenden Erfahrung haben. Keiner kann durch Eisen sehen. Es gibt Statistiken die die Schwachstellen aufzeigen. Durchdenkt mal den Fahrprozeß bei einem Pflegedienst und einem Privatmann der früh und abends vielleicht 10km fährt und ein paar km zum Einkaufen. Ein Auto, dass den Pflegedienst überstanden hat und in einem guten technischen Zustand ist, übersteht auch noch 5 andere.

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@Eisbein2359

Ich habe mal einen 190D Jahreswagen von einem Rentner gekauft. Das Auto fuhr zuerst nur 90 km/h, darüber ging es nur gequält. Schneller war der wohl nie gefahren, und nur 5000 km Kurzstrecke in knapp 18 Monaten. Nach (vorsichtigen) 500 km Autobahn bei der Überführung war der Motor wieder elastisch, das Auto lief wie neu. Wenn ich dem Auto (unvorsichtig) auf der Bahn die Sporen gegeben hätte, hätte ich dem Motor wohl ein frühes Ende bereitet. Das meinte ich mit "einfahren"!

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