Golf V - Welches Modell bis ~6000€?

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4 Antworten

Mit dem 1.6i hast Du eine gute Wahl ins Auge gefasst. Ich kann aus eigener bester Erfahrung den 1.6 als Sauger mit 102 PS wärmstens empfehlen. Der Motor ist laufruhig, leise und sparsam. Vor allem hat er weder Turbo noch Kette noch Direkteinspritzung, noch Schichtladung, er gehört somit zu den Motoren der alten Generation und ist trotz div. Verbesserungen im Laufe der Jahre sehr ausgereift und zuverlässig. Sozusagen millionenfach bewährt. Die gemäßigte Literleistung von 63PS/L lässt auf eine hohe Lebenserwartung schliessen. Ich fahre den Golf+ mit dieser Maschine (BSE-Motor) auf LPG bisher fast 100.000 Kilometer ohne den kleinsten Mucker. Weiterer Vorteil dieser Maschine ist die Wartungsarmut. Alle 30 TKM Ölwechsel, alle 60 TKM Zündkerzen, nach ca. 120 TKM oder 8 Jahren neuer Zahnriemen, das wars schon. Die Diesel sind inzwischen (geschuldet der hohen PS-Leistung und dem sauberen Abgas), technisch so hoch komplex, dass der Wartungsaufwand deutl. höher ist, von höheren Versicherungen und Steuern ganz zu schweigen. Deine geringe Jahresfahrleistung wird wohl kaum ausreichen, um allein diese höheren Fixkosten überhaupt herein zu sparen. Der enorme Bums beim Durchzug macht natürlich viel Spass, aber wehe der Turbo macht schlapp, der Feinstaubfilter ist dicht, die Einspritzdüsen sind hinüber, usw., das geht ins Geld. Für ca. 6000 €uronen kannst Du allerdings nur mit Autos ab 100.000 Kilometern spekulieren. Mein Rat: Verzichte auf Wagen mit Schnickschnack, also mit viel Elektrik und Elektronik. Auch die fest eingebauten Navis RNS 310/315 und RNS 510 besser meiden. Trendline-Ausstattung plus das eine oder andere Extra und gut ist.

Tipp nebenbei: Wenn Du über die einschlägigen Internetportale einen aussuchst, nimm keinen der in den neuen Bundesländern angeboten wird. Von Großraum Berlin bis runter nach Dresden und noch weiter östlich habe ich bei der Suche bisher nur Gammelkarren vorgefunden, obwohl die Bilder toll waren. Warum das so ist, konnte ich bisher nicht ergründen. Kann nur sagen, dass jede meiner Fahrten von Köln in diese Regionen umsonst waren, d.h. nur unütz Sprit gekostet haben. NRW ist ein gutes Pflaster für Autoeinkauf.

Ich würde auch zu dem 1.6er mit ich glaub 102 PS tendieren, oder zu einem Diesel. Von den TSI und FSI Nähmaschinchen halte ich auch nichts. Und zum Diesel ist zu sagen, das die Berechnungen, ab wo ein Diesel lohnt, mit Neupreisen berechnet sind. Bei Gebrauchtwagen sieht das schon anders aus, da lohnt der Diesel auch schon bei einer geringeren Fahrleistung. Gegezurechnen sind aber in jedem Fall höhere Steuer und Versicherung!

http://www.gebrauchtwagen.de/ schau mal da. Gib deine Kriterien ein (Marke, Preis usw.) und bekommst schon eine gute Übersicht wie viel so ein Auto kosten könnte. Bei Interesse auch Leute anrufen, kostet ja nichts.

Erst mal.VW ist grundsätzlich keine schlechte Wahl.Aber der 1.4 TSI schon.Steuerkette.Kettenspanner,Nockenwellenversteller.Motorschäden wegen Steuerkette.Rasseln derselben.Fass lieber einen Golf ins Auge ohne TSI und FSI.Diesel würde sich bei deiner Fahrleistung nicht rechnen schreibst du. Aber ein 2.0 l Diesel würde das am Spaß der Fahrpower wettmachen,und holst einen Teil der Mehrsteuer duch den deutlich niedrigeren Verbrauch und niedrigere Spritkosten wieder rein.Ob du mit einer Füllung 650 km weit kommst oder 900 km ist ein Unterschied,und wenn du bei dem drauftrittst,werkst du wirklich Vortrieb.Ist lediglich ein Vorschlag.

evomod 04.11.2012, 14:09

Okay, dachte das sich ein Diesel erst am >15.000km rechnet, was ich nie erreichen werde. Das mit dem Spritverbrauch müsste ich auch mal nachrechnen, wenn es sich lohnt würde der natürlich auch in Frage kommen.

Leider konnte ich einen 2.0 Diesel noch nicht auf der Suche im Internet und den umleigenden Händlern finden, welcher auf bezahlbar wäre.

Hier findet man hauptsächlich die "normalen" 1.6er und die 2.0er mit FSI.

Was spricht den gegen die "neuen" FSI´s (>2005)?

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dv946 04.11.2012, 18:01
@evomod

Das sind anfällige Motoren.Ich bin auch der Meinung,dass der 1.6 eine Steuerkette hat.Damit gab es nur Probleme bis hin,dass sie gerissen ist.Wenn einen Golf,dann keinen mit Steuerkette.Die älteren ketten hatten Produktionsmängel,was bei VW auch bekannt war,und Kulanz ist nicht mehr.Achte auch auf Euro 4,sonst kriegst du keine grüne Plakette.Sie dir mal die Golfs auf Autoscout an,da hast du eine Übersicht.Kosten,Bj.Laufleistung.

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winherby 04.11.2012, 18:03
@evomod

Die Diesel haben einen hohen Wartungsaufwand, teurere Versicherung und viel teurere Steuer. Lohnt sich bei den wenigen Kilometern für Dich nie und nimmer. Mit Deinen wenigen Kilometern fährst/sparst Du mit Glück dann grade mal die höheren Fixkosten wieder rein.

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dv946 04.11.2012, 20:11
@winherby

Der 1.6 Sauger ist ok.Bei der Berechnung,ab wann ein Diesel mit dem Benziner gleichzieht,fließt auch der bedeutend höhere Neupreis mit ein.Der spielt bei einem 7 Jahre alten Gebrauchtwagen keine Rolle mehr,dann hinkt die Rechnung schon.Aber Diesel oder Benziner ist ein Glaubenskrieg.Ich liebe bei einem Commonrail-Diesel die Power,die aus dem Keller kommt.

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dv946 04.11.2012, 20:25
@evomod

Noch was,du schreibst,dass sich ein vergleichbarer Diesel erst bei 15000 km/Jahr amortisiert.Diese Berechnungen beziehen sich auf Neuwagen.Der entsprechende Diesel ist bedeutend teurer in der Neuanschaffung als der Benziner.Diese Summe fließt in die Berechnung mit ein.Aber das fällt bei einem 7 Jahre alten Gebrauchtwagen weg.Die Summe müsstest du nicht erst reinfahren.Oder mach ich einen Denkfehler?

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