Gewährleistung für Gebrauchtwagen bei Privatverkauf?

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3 Antworten

Es kommt darauf an, was du mit dem Verkäufer vereinbart hast und vor allem in welcher Form das Ganze geschieht. Nur bei Verkäufen von privat zu privat kann die Gewährleistung ausgeschlossen werden. Mormale Mängel wie verschlissene Dichtungen sind an einem Gebrauchtwagen kein Mängel. Als Referenz dient der erwartbare Verschleiß bei einem Fahrzeug des gleichen Modells und Baujahrs. Alle schweren Mängel oder Unfallschäden, die über einen Blechschaden hinausgehen, müssen vom Privatverkäufer benannt werden. Blechschäden und leichte Schäden, die wieder ausgebessert wurden nur auf Nachfrage. Verschweigt der Verkäufer ein aufzeigepflichtigen Mängel, kann er auf Grund arglistiger Täuschung zur Gewährleistung herangezogen werden. Die Beweislast, ob Mängel bereits beim Verkauf vorhanden waren, liegt innerhalb der ersten sechs Monate beim Verkäufer, danach beim Käufer.

Wenn die Gewährleistung im Privatkaufvertrag nicht ausgeschlossen wird, haftet auch ein Privatverkäufer.

Eine festgelegte Gewährleistung wie beim Händler wirst Du privat sicher nicht bekommen.

Falls der Verkäufer allerdings arglistig etwa einen schweren Unfallschaden o.ä. verschwiegen hatte, dann kannst Du den Wagen gegen Erstattung des gezahlten Preises zurückgeben.

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