Ersatz für zuverlässigen alten Mercedes?

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Von Experte rotesand bestätigt
Ersatz für zuverlässigen alten Mercedes?

...wird schwer bis unmöglich, soviel vorab. ;)

 Was es an W202 gibt, ist deutlich schlechter als meiner 

Da drängt sich natürlich die Frage "warum verkaufen?" regelrecht auf.

...und neuere Mercedes (wäre angedacht gewesen) haben durchweg Qualitätsprobleme, entweder Rost oder Motoren mit Steuerkettenproblemen...

Leider. Und beides würde mir mehr als nur ausreichen, um ein gutes deutsches Qualitätsüprodukt abzustoßen - zumal der W202 noch viele Merkmale eines "echten Autos" hat, wie ich finde: Beispielsweise Glasscheinwerfer - schon mal gesehen, wie die billigen Kunststoffdinger eines W203 oder auch W210 nach ein paar Jahren, insbesondere in sonnigeren Gefilden, aussehen? Gelblich, matt, trübe, unansehnlich, schlichtweg häßlich - mit Glas unmöglich. Oder aber auch Prallleisten rundherum, damit nicht jedes kleine Anecken in teuerer Lackier, - und Ausdellarbeit endet. Neuere Fahrzeuge sind für mich durchweg Mimosen.

Einen Opel Omega B wird niemand, der sich auch nur halbwegs mit Autos auskennt, als Ersatz für einen W202 empfehlen - schon alleine aufgrund der wartungsintensiven Motoren nicht. Am ehesten würde ich nach etwas Japanischem greifen, Mazda 626, Honda Accord, Toyota Avensis oder Nissan Primera sind sehr zuverlässig, aber vom Fahrkomfort eher schlechter als ein W202, und beim Rostschutz wahrscheinlich auch. Und: Sie haben allesamt Frontantrieb, also technisch gesehen eine Notlösung.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielen Dank!

Der W202 bleibt auch, aber eben nicht mehr für den Alltag. Der hat sich jetzt so verdient gemacht, denn will ich nach und nach auf die Oldtimer-Karriere vorbereiten und nicht mehr den Gefahren des Alltags aussetzen. Einen weiteren W202 möchte ich einfach nicht - zweimal das selbe Auto ist Quatsch und ich möchte nicht mein Leben lang das selbe Auto haben.

Es dreht sich nur um einen zuverlässigen Ersatz, der im Alltag funktioniert - ich bin mittlerweile dabei, mich nach einem älteren Audi A4/A6, einem VW Passat 3BG als Limousine mit kleinem Benziner oder dem Ford Mondeo Mk3 mit Mazda-Motor umzusehen. Mazda 6 wäre auch klasse, leider rosten die ohne Ende.

Omega ist eigentlich raus - wäre mein Lieblingsauto gewesen, aber den will meine Freundin einfach nicht haben, sie hat meinen "Alten" schon nicht gemocht. Außerdem geht auch das teilweise wieder in Richtung Liebhaberei - war nur eine Überlegung am Rande.

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Die alten Japaner wären für mich steinalte Notlösungen; einen gepflegten 2001er Mazda 626 aus erster Hand hätte ich letztes Jahr kriegen können und fand schon die Probefahrt so langweilig und das Auto so unattraktiv mit billigem Plastik, schlechten Sitzen, lautem Motor und schlechter Automatik, dass ich es trotz 850 Euro VHB mit neuem TÜV vom Erstbesitzer und lückenlosem Scheckheft vom Vertragshändler sehr gerne stehen ließ. Dennoch habe ich noch was "Gutes" getan, indem ich die Karre einem Freund vermittelte, der nur wenig Geld ausgeben kann und dessen 24 Jahre alter Golf 3 so schlecht war, dass wir ihn gar nicht mehr zum TÜV brachten.

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