Bekomme ich nach 10-jährigem Führerscheinentzug (2 Jahre Sperre) den Führerschein ohne MPU zurück?

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3 Antworten

Es gibt tatsächlich auch für die MPU eine Verjährungsfrist.

Diese beträgt 10 Jahre, aber: Sie beginnt erst 5 Jahre nach dem Entzug der Fahrerlaubnis (das dürfte in der Regel das Datum der Kontrolle sein). Weitere Bedingung dafür ist, das zwischenzeitlich kein Versuch unternommen werden durfte die Fahrerlaubnis wieder zu erlangen.

Eine neue Fahrprüfung musst Du nur dann machen wenn berechtigte Zweifel an Deinen Fähigkeiten bestehen sollten. Die Regelung das das nach 2 Jahren Entzug nötig ist wurde 2008 gestrichen. Also reicht in der Regel ein Antrag auf Neuerteilung aus den Du 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist stellen kannst.

Ganz so eindeutig ist das nicht mit den zehn Jahren, denn diese beginnen nicht automatisch mit der Rechtskraft des Urteils zu laufen

"Bei der Versagung oder Entziehung der Fahrerlaubnis wegen mangelnder Eignung, der Anordnung einer Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs oder bei einem Verzicht auf die Fahrerlaubnis beginnt die Tilgungsfrist .... spätestens jedoch fünf Jahre nach der beschwerenden Entscheidung oder dem Tag des Zugangs der Verzichtserklärung bei der zuständigen Behörde [...]" (§ 29 Abs. 5 StVG).

Schlimmstenfalls kann die Frist also 15 Jahre betragen, innerhalb derer Du keinen neuen FS beantragen kannst.

Konkret kann Deine Frage nur die lokale Führerscheinstelle beantworten, denn in deren Akten steht das Datum, ab dem die 10 Jahre zu laufen beginnen.

Ausserdem bekommst Du den FS nicht zurück, sondern musst ihn neu machen.

Diese Frage kann nur Deine Führerscheinstelle vor Ort verlässlich beantworten.

Nach Führerscheinverlust durch Alkohol/Drogen und 10 jähriger Fahrpraxisabstinenz müsste m.E. wenigstens der Führerschein neu gemacht werden...

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