Also Entwicklungspotential gibt es immer - das ist aber eher schon philosophisch betrachtet mit ja zu beantworten.
Die meisten Systeme arbeiten mit einer Verdrehung der Nockenwellen gegenüber der Kurbelwelle. Da gibt es viele unterschiedliche Verfahren. Einige arbeiten mit einer axial verschieblichen, schräg verzahnten Hülse, die bei axialer Verschiebung einen kleinen Winkelversatz bewirkt. Andere arbeiten mit öldruckbeaufschlagten Kammern, die diesen Winkelversatz machen. Dabei wird die gesamte Steuerkurve, also die Steuerzeiten „öffnet“ und „schließt“ und auch die Lage des Maximums der Öffnung nach früh oder spät verschoben.
Dann gibt es Systeme, die mit unterschiedlichen, nebeneinander liegenden Nockenkonturen arbeiten. Hier sind mechanisch oder ölhydraulisch zu aktivierende Übertragungselemente funktionsentscheidend, die dafür sorgen, dass je nach Bedarf die eine oder die andere Nockenkontur für die Bewegung des Ventils maßgebend ist. Hier gibt es eine völlig andere Ventilbewegung.
Noch ein anderer Weg ist, die Anlenkpunkte für einen Kipp- oder Schlepphebel zu verändern. Auch das kann hydraulisch oder mechanisch erfolgen. Auch dadurch ändert sich die gesamte Ventilbewegungsfunktion.
Bei Großmotoren und auch bei dem Fiatsystem wird ein rein hydraulischer Übertragungsweg für die Ventilbewegung gewählt. Der Nocken bewegt einen Hydraulikstempel, der über Leitungen mit einem Hydraulikstempel am Ventil verbunden ist. Auch hier kann durch Öl-Zu- und Abpumpen die Ventilbewegung beeinflusst werden.
Richtig nockenwellenlose Systeme gibt es in der Serie noch nicht. Für den Versuchsbereich gibt es so was als elektromechanische oder elektrohydraulische Systeme. Die sind aber schon vom Steuerungsaufwand und aus sicherheitstechnischen Gründen noch nicht für die Serie geeignet. Ob das dort mal kommt, kann man wohl nur vermuten.
Hm, die haben sogar einen eigenen Marktplatz, dass natürlich auch interessant. Werde ich ihm mal weiterleiten.
Oldtimerzeitungen sind natürlich eine Möglichkeit, aber wenn du nicht gerade die Ausgabe kennst wo der E23 behandelt wird, wirds schwierig.