2

Schuldfrage bei Unfall mit Fahrradfahrer?

Frage von CORSAre CORSAre

Ein bekannter von mir hatte letztens einen Unfall mit einem Fahrradfahrer, welche bei Nacht ohne Licht über eine rote Ampel gefahren ist. Die Polizei hat dann aber gesagt, dass er auch eine Teilschuld bekommt, obwohl er keine Möglichkeit hatte den Unfall zu verhindern. Weiß jemand vielleicht, wie genau die Rechtslage ist in einem solchen Fall, oder ob der Autofahrer immer gleich eine Teilschuld zugeschoben bekommt? PS.: Dem Radfahrer ist nicht viel passiert!

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (7)

  • 1
    Antwort von justusspaeter justusspaeter

    Hallo! Der Autofahrer hat in dem Fall IMMER eine Teilschuld. Das liegt daran, dass der Radfahrer der schwächere Verkehrsteilnehmer ist. Der stärkere Verkehrsteilnehmer muss die Augen offen halten. Wenn ein Radfahrer einen Fußgänger überfährt, hat der Radfahrer auch eine Teilschuld, auch, wenn sich der Fußgänger vor das Fahrrad "geworfen" hätte. Ein Anwalt wird dir da denk ich nicht viel nutzen, es sein denn, du hast zeugen die aussagen, dass der radfahrer absichtlich vor das Auto gefahren ist... Grüße

  • 1
    Antwort von Kati86 Kati86

    Das kann daran liegen, dass er der schwächere Verkehrsteilnehmer ist. Ein Freund von mir wurde von einem Fahrradfahrer auf seinem Motorrad angefahren - am Ende war der Motorradfahrerschuld, obwohl er stand und nicht gefahren ist.

    Kosten waren 500Euro Schmerzensgeld, sowie ein Punkt in Flensburg.

  • 1
    Antwort von gibbens gibbens

    Finde ich auch total dämlich!! Denn wenn man wirklich keine Chance hatte es zu verhindern, sollte man auch keine Schuld bekommen. Ich würde mir einen Rechtsanwalt nehmen.

  • 1
    Antwort von demosthenes demosthenes

    Der Radfahrer war ohne Licht bei Rot über die Kreuzung gefahren und hatte damit nach allgemeinem Rechtsempfinden sicher allein die Schuld.

    Da Radfahrer aber wegen ihrer umweltfreundlichen Fortbewegung als bessere Menschen und weil sie ja ausserdem als schwache Verkehrsteilnehmer gelten, muss der Bekannte unlogischerweise tatsächlich damit rechnen, hier eine Mitschuld zu bekommen.

    Das ist zwar sehr ungerecht, aber leider fast üblich vor deutschen Gerichten, da Radfahrer Narrenfreiheit geniessen.

    Und damit es hier kein Missverständnis gibt: Ich fahre selbst an die 6000 km/Jahr mit dem Rad.

  • 0
    Antwort von Grayan Grayan

    Da Autofahrer bei einem Unfall mit Fahrradfahrern oder Fußgängern defintiv ohne irgendwelche gesundheitlichen Schäden davon kommen, trifft sie eben auch eine größere Verantwortung aufzupassen. In dem Fall ist es natürlich etwas harsch, aber ein Rechtsanwalt wird da auch nicht viel erreichen können. Es sei denn du könntest beweisen, dass der Radfahrer dort gewartet hat und absichtlich vors Auto gefahren ist.. Fraglich wer das gern macht.

  • 0
    Antwort von sebastian sebastian

    Wenn der Autofahrer den Unfall nicht hätte verhindern können, sehe ich auch keine Schuld bei ihm. Ich empfehle ein Gespräch mit einem Anwalt.

  • 0
    Antwort von Gerdi Gerdi

    Ich finde es auch komisch, aber man bekommt bei einem Unfall mit einem Radfahrer sehr schnell eine Teilschuld auch wenn der Radfahrer "schuld" hat. Wenn dein Freund eine Verkehrsrechtschutz hat kann er es ja trotzdem mal mit einen Rechtsanwalt probieren.

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands großer Auto-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Guten Rat suchen, finden und geben

Schnell und einfach registrieren und autofrage.net vollständig nutzen - Registrierung und Nutzung sind 100% kostenlos.