Gasturbinen haben nicht nur einen schlechten Teillastwirkungsgrad (was bei Range Extendern in der Tat unerheblich ist), auch im Auslegungspunkt sind sie nicht so gut, jedenfalls nicht die einfacheren. Gasturbinen machen bei Kraft/Wärmekopplung Sinn, da die Abwärme genutzt wird und je schlechter der "elektrische Wirkungsgrad", desto mehr Abwärme und damit desto besser der "Wärmenutzungs-Wirkungsgrad".
Macht bei einem Range Extender keinen Sinn. Hinzu kommt, dass kleine Gasturbinen nochmal schlechter sind als große. Das sind thermische Strömungsmaschinen (ein Verdichter und eine Turbine auf eine Welle), die bei Miniaturisierung stark an Wirkungsgrad einbüßen (nicht mit der Leistung verwechseln, die kann trotzdem hoch sein).
Drehzahlen von Gasturbinen sind allgemein sehr hoch. Bei Industriegasturbinen ist die Drehzahl nicht so hoch, da die Umfangsgeschwindigkeit der Schaufeln entscheidend ist. Gasturbinen in der "Range- Extender Größe" müssten aber deutlich höhere Drehzahlen aufweisen (schätze mal so zwischen 50.000 und 100.000 U/min), was für die Anpassung an die Generatordrehzahl ein Getriebe mit hohem Übersetzungsverhältnis verlangt. Das bringt aber hohe mechanische Verluste mit sich.
Abgastechnisch ist die Gasturbine recht gut aufgrund der stationären Verbrennung in einer Brennkammer. Lediglich NOx entsteht aufgrund der hohen Temperaturen. Das ist nun leider recht kostspielig in der Nachbehandlung.
Außer der hohen Leistungsdichte bleibt also nicht viel, was für einen Range-Extender Einsatz sprechen würde.
Danke für die ausführliche Antwort!