Frage von geoka, 341

Erfahrungen mit "WirkaufendeinAuto,de"?

Ich selbst habe dort mal eines meiner Fahrzeuge bewerten lassen und im Endeffekt es bei einem Händler in Zahlung gegeben für einen deutlich höheren Preis.

Welche Erfahrungen habt ihr bislang dort gesammelt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von winherby, 341

Meine Erfahrung lief so ab:

Werbung gesehen, angeklickt, die erfragten Fahrzeugdaten (nur Basisdaten ohne Ausstattungslinie) angegeben. Nach kurzer Zeit kommt die Antwort, Wert meines Fahrzeugs sei derzeit 5.650,00€.

Doch wenn ich den "genauen" Preis erfahren wolle, dann müsse ich zu einem der Prüfstandorte. Dort werde dann das Auto auf Extras der Ausstattung geprüft und natürlich der Zustand gecheckt.

Aha, dacht ich mir, wenn ich die teuren Extras bedenke (Prins-LPG-Anlage, abnehmb. Anhängekuppl., BiXenon mit Kurvenlicht) und die höhere Ausstattung ab Werk, dann kommt ja noch einiges zum o.g. Preis dazu, denn tech. und opt. ist das Auto picobello.

Der Stützpunkt ist bei mir umme Ecke, also Terminanfrage, noch für am selben Nachmittag einen Termin erhalten-super, und ab zum Checken.

Der Prüfer schaute sich alles sehr genau an, und er hielt sich auch nicht mit positiven Kommentaren über meinen Golf Plus zurück. Dies bestätigte  natürlich meine Erwartung. Dann sendete er die gesammelten Daten nach Berlin. "Dort werden die Fahrzeuge alle erfasst und der Preis ermittelt " erklärte er mir, "es werde nur wenige Minuten dauern".

Tatsächlich hatte er nach knapp 10 Min. eine Nachricht auf seinem Tablet und er teilte mir strahlend mit, dass ich für meinen gut ausgestatteten und sonst tiptopen Wagen noch 3250,== € bekomme.

Habe dies dann der Staatsanwaltschaft Köln mitgeteilt, aber die hatten wohl Wichtigeres zu tun und meinten nur, solange ich den Wagen für diesen Preis nicht verkauft hätte, wäre ja nichts schlimmes passiert. Amen

PS.: Dass ich mich "betrogen" fühle und diesen Verein für Verbrecher halte, muss ich wohl nicht extra betonen.

Kommentar von geoka ,

Deckt sich mit meinen Erfahrungen, zwar war der betreffende Wagen optisch nicht "tiptop", aber ein gesuchter Kombi mit Diesel mit grüner Plakette. Gegenargument war dann hier, dass es ja hunderttausende Fahrzeuge dieses Typs gebe und dies den Preis drücke. Dann wäre ja noch die fürchterliche Farbe (silber) und es wäre nur ein unbeliebter Opel Astra.

Komisch, auf den Strassen sehe ich häufiger diese Modelle und gesucht als Diesel sind diese auch, was mir diverse Zettelchen von Kaufgesuchen unterm Scheibenwischer bestätigten.

 

Im Gegensatz zur Werbung: Dort heißt es: "Wer woanders verkauft ist selber schuld", was gleichzeitig indirekt suggeriert, dass nur hier der beste Preis zu erwarten sei.

Wenn man jetzt dort nach dem Hintergrund fragen täte, würde vermutlich eine ganz andere (unbedenkliche) Erklärung hierzu kommen.

Insofern kann man sich "betrogen" fühlen, rechtlich mag dies anders aussehen.

Kommentar von winherby ,

Erst mal mein danke für den Stern.

Ja, so ist es, es ist einfach eine ganz miese Masche, rechtlich aber abgesegnet.

Mir wurde als Grund für den niedrigen Preis genannt, dass die Erstbewertung durch Schwacke erfolgt sei. Das bedeutet, dass sie "nichts dafür können", dass die erste Preisangabe so hoch sei.

Außerdem müssten sie als Händler beim Weiterverkauf dem Käufer eine Gewährleistung geben, MwSt aufschlagen und ein wenig wollen sie auch verdienen.

Das alles kann ich ja noch nachvollziehen, nur die Masche mit dem genannten ersten Preis ist halt das Perfide an deren System. Erst mit einem schönen Scheinangebot die arglose Kundschaft in das Netz der Stützpunkte locken, dann behaupten, dass dieses erste Angebot kein Ankaufpreisangebot gewesen sei, sondern nur eine Schwackebewertung. Ein paar Verblödete werden dabei immer in den Maschen hängen bleiben. Ich habe für den Wagen von Privat dann noch 6250 € bekommen. LG

Kommentar von geoka ,

Das Lockangebot mit dem ersten Preis (bei mir ca. 4.700 Euro) kam der Realität rel. nahe und war fast der Preis, den ich auch bei Inzahlungsnahme bekommen habe (4.500€). Gezahlt werden sollten aber nur ca. 3.700 Euro.

Ich wollte mir mit dem Privatverkauf keine Mühe mehr machen, da zuviele Anfragen mit "was ist letzte preis", "geb Dir 1000" und "Scheck Western-Union" beim letzten Verkauf die Laune vermiest haben. Möglicherweise hätte ich hier aber sogar noch mehr bekommen.

 

Interessant dein Hinweis auf deren Gewährleistungspflicht usw. Mir wurde erzählt, man verkaufe danach ausschließlich an Händler weiter, der Wagen würde samt Fotos bei der Zentrale in Berlin in ein Bieterforum für Händler eingestellt und aufgrund der eingehenden Gebote nenne man einen Preis, der den eigenen Aufwand mit abdeckt.

Kommentar von BenzMaker ,

Wieso fühlst du dich betrogen? Tatsächlich ist es ja nur ein Angebot, dass sie dir unterbreitet haben - das kannst du nun annehmen oder ablehnen. Wenn du dein Auto bereits abgegeben hättest, wäre das was anderes...

Kommentar von winherby ,

Warum schreibst Du den gleichen Quatsch nochmal, den sie mir bei der Staatsanwaltschaft auch gesagt haben?. Jeder Mensch hat doch sein gewisses Rechtsempfinden, und wenn ich sowas erlebe, dann fühle ich mich halt betrogen, auch wenn es dejure nicht dazu kam, das ist auch nach dem Spruch der Staatsanwaltschaft so. Und da bin ich auch nicht alleine mit meiner Auffassung.

Wenn die Autohändler Dir erzählen, dass Dein Auto 5650 € bringt, aber der genaue Zustand müsse zuerst noch überprüft werden, und der Wert der Extras müsste ja noch einberechnet werden, dann ist das ja erstmal ok, aber das weckt ja auch Erwartungen. Und nur deshalb wendet man dann gerne Zeit auf, verfährt Sprit zur Werkstatt, weil man sein Auto kennt und weiß, dass der Wagen tech. ok ist und da noch etliche ehem. teure Extras hinzukommen.

Und dann kommt, - trotz der zusätzlich hineingerechneten teuren Extras -, ein lächerliches Angebot von 2400 € weniger bei heraus, das findest Du dann ok, oder was ??? Dann würdest Du wohl auch zu den Deppen gehören, die denen dann ihr Auto verkaufen.

Da fühle ich mich aber kräftig beschissen, vor allem deshalb, weil die sich dann beim Disput mit der billigen Masche aus der Nummer herausreden wollen, der ursprünglich hoch angesetzte Preis sei von Schwacke ermittelt, da hätten sie aber nix mit zu tun, das sei kein Angebot von denen gewesen.

Ja nee, is klar, wie kommt denn Schwacke an meine Fahrzeugdaten, wenn die damit nix zu tun haben?? Das ist eine ganz, ganz miese Abzocke, die spekulieren mit der Finanznot einiger Besitzer. Denen sollte mMn das Handwerk gelegt werden.

Antwort
von onkeljo, 295

Eigentlich logisch, das da schlechtere Preise geboten werden.

Bei einem Eintausch beim Händler hat dieser auf sein Fahrzeug einen Aufschlag kalkuliert. Zusätzlich bekommt er den Gebrauchten und kann somit eine Mischkalkulation bezogen auf das Gesamtgeschäft machen.

Bei einem reinen Fahrzeugankauf fehlt dieser Teil des Geschäftes und deshalb auch der geringere Preis.

Kommentar von geoka ,

Durchaus, allerdings steht dies im Gegensatz zur Werbung. Dort heißt es: "Wer woanders verkauft ist selber schuld", was gleichzeitig indirekt suggeriert, dass nur hier der beste Preis zu erwarten sei.

Wenn man jetzt dort nach dem Hintergrund fragen täte, würde vermutlich eine ganz andere (unbedenkliche) Erklärung hierzu kommen.

Dennoch bleibt mir der bittere Nachgeschmack, dass hier etliche Leute weit unter Preis verkaufen. Das ist zwar deren eigene Schuld, aber lockt einfach gestrickte Personen einfach an.

Kommentar von onkeljo ,

Diesen Werbeaussagen glaube ich nie. Und die sogenannten einfach gestrickten Leute sind leider oft die Dummen. Auch Leute, die aus Geldmangel ein Auto verkaufen wollen, werden gerne über den Tisch gezogen. Leider gibt es diese Problematik häufig, nicht nur im Autohandel.

Antwort
von Dauerhungrig, 255

Finger weg davon, kann ich nur sagen. Ein Bekannter hat sich tatsächlich übers Ohr hauen lassen von dem Verein. Er ist leider ein sehr unsicherer Typ und hatte wohl Angst davor, sein Auto allein zu verkaufen (weil dann fremde Leute usw. auftauchen). 

Ich hatte ihm geraten, sich an einen Händler zu wenden - dort sind die Preise zwar niedriger als auf dem privaten Markt, aber er hat keinen Ärger. Ein paar Tage später erzählt er mir, dass er diesen Werbebanner gesehen hat und sein Auto schließlich darüber verkauft hat - der Preis war absolut lächerlich!!

Ich denke, mit genau solchen unsicheren Menschen machen die ihr Geschäft.

Antwort
von Batalha, 203

Für mich sieht das Ganze ehrlich gesagt ein wenig unseriös aus. Erfahrungen habe ich mit dem Portal allerdings noch keine gemacht.

Antwort
von DennisFFM, 244

War bei mir ähnlich! Der Händler hätte mir mehr gegeben und durch den privaten Verkauf habe ich auch mehr bekommen als das was waswirkaufendeinauto.de mir geboten hat.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community